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Der Goldpreis befindet sich auf einem Rekordhoch. Viele verkaufen jetzt ihren alten Goldschmuck. Doch die Preise der Ankäufer variieren stark.

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Der Goldpreis befindet sich auf einem Rekordhoch. Viele verkaufen jetzt ihren alten Goldschmuck. Doch die Preise der Ankäufer variieren stark.

(LU, 02.05.2011) Der Goldpreis ist wegen der Griechenlandkrise, Irlandkrise (letztlich auch Portugal) und weiterer Unruhen und starker Währungsschwankungen immernoch auf einem sehr hohen Niveau. Grund: Die Investoren fürchten den Wertverlust des Euro, des Dollars und flüchten in einen «sicheren Hafen» ins Gold. So notiert die Unze (31,1 Gramm) derzeit über der Rekordmarke von 1'550.00 Dollar. Fürs Kilo Gold bedeutet dies einen Preis von rund 43'300.00 Franken.

Von diesem rekordverdächtigen Hoch wollen auch viele Altgoldbesitzer profitieren. Ihre Möglichkeiten, die alten Colliers und Ringe abzustossen, sind zahlreich: Täglich finden in Schweizer Hotelsälen Ankaufsveranstaltungen statt und die Inseratespalten der Zeitungen sind voll mit Botschaften wie «Jetzt Altgold verkaufen», «Altgold ist Bargeld!» oder «Wir bezahlen Höchstpreise».

Ansturm auf die Altgoldankäufer

Der Zeitpunkt, um Altgold zu veräussern, ist tatsächlich günstig, hat sich der Goldpreis seit seinem Tief im Januar 2009 (805 Dollar) um gut 90 Prozent gesteigert. Nachfragen zeigen deutlich, dass die Altgoldankäufer alle Hände voll zu tun haben und das Geschäft brummt.

Umfragen zeigen aber auch, dass nicht alle Händler gleich viel bezahlen. Die Ankaufspreise für verarbeitetes Gold (18 Karat) sind sehr unterschiedlich. Von 28 Franken bis 16 Franken lauten auf Anfragen hin die Ankaufspreise. Bei einer Goldkette von 80 Gramm kann dies sehr schnell einen Unterschied von über 800 Franken ausmachen.

Vorsicht bei der Auswahl des Goldhändlers!

Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich auf dem Goldmarkt viele Schwarze Schafe tummeln. In praktisch allen Tages- und Wochenzeitungen liest man seit Monaten von Goldankäufern, die in einem Restaurant einen Raum anmieten, um Schmuck, Münzen, Barren, Medaillen, Besteck usw. anzukaufen. Auch Flugblätter in Briefkästen und Postfächern sind ein sehr beliebtes Werbeinstrument der Goldaufkäufer. Die Annoncen sind oft mit grossen Versprechungen gespickt, leider aber auch oft mit äusserst spärlichen Informationen.

Unbedingt im Vorfeld (z.B. telefonisch) wichtige Details abklären:
Was bezahlen Sie heute für 1 Gramm Feingold 999/1000 ?
Was bezahlen Sie heute für 1 Gramm 18karätiges Gold (750/1000), analog 14 Karat (585/1000), 9 Karat (375/1000), 8 Karat (333/1000) oder gestempelt als GAM ?

Versucht man bereits bei dieser Preisanfrage der Antwort auszuweichen?
Versucht man den Preis mit "von je nach dem/ bis sogar zu" anzugeben?
Oder beispielsweise: Das hängt von diesem oder jenem ab?

 
Lassen Sie sich nicht übers Ohr hauen! Wir raten in diesem Fall eindringlich:
Suchen Sie sich bei ungutem Gefühl besser einen Ankäufer, der uneingeschränkt, gerne und freundlich Auskunft erteilt.

Mögliche Hinweise auf Goldkäufer, die "günstig" kaufen, ohne Rücksichtnahme auf Kunden:
- in der Annonce fehlt die vollständige Angabe eines Namens oder Firmennamens
- in der Annonce ist kein Firmendomizil angegeben
- in der Annonce steht gar kein Name oder nur eine Abkürzung mit Natelnummer; wenn, dann meist nicht 079 ... .. .., sondern 076 ... .. ..
- in der Annonce selber wird bereits vor unseriösen Goldankäufern gewarnt
- Variante: in der Nachbarannonce wird (anonym natürlich) vor solchen dubiosen Goldkäufern gewarnt. 
- in der Annonce wird eine eidgenössische Bewilligung angepriesen. (Jedermann darf Gold ankaufen. Eine solche Bewilligung braucht es gar nicht)
- offerieren von Gratis Kaffee oder Kuchen ist bereits ein beliebtes Lockmittel bei den sogenannten Kaffeefahrten (nichts auf dieser Welt ist wirklich gratis)

Einen seriösen Einduck hinterlassen Goldankäufer, die zum Beispiel mit diesen Angaben werben: 
- vollem Namen
- Firmennamen und Firmendomizil
- Telefonnummer im Schweizer Festnetz, bzw. der häufigsten Handyvorwahl der Schweiz 079 ... .. ..
- Hinweis auf Abfragemöglichkeit des Edelmetallankaufspreises am Tage des Ankaufstermines
- keine Negativaussagen in Annonce oder Flugblatt, wie beispielsweise der Hinweis auf dubiose Geschäftemacher etc.

Vorsicht ob der Preis für 18 Karat oder 24 Karat angegeben wird!

Nicht alle Ankäufer geben also den derzeitigen Goldhöchstpreis an ihre Kunden weiter. Vom Goldpreis von über 43'000 Franken per Kilo (02.05.2011) darf sich der Kunde aber nicht blenden lassen. Dieser Preis bezieht sich auf Feingold in Barrenform mit einer Reinheit von 999 Promille bzw. 24 Karat. Das goldene Armband aus der Erbschaft dürfte aber nur 18-karätigem Gold entsprechen, worauf auch der Prägestempel 750 (Promille) hinweist. 24-karätiges Gold wäre als Schmuck zu wenig stabil.

Wirbt ein Goldhändler mit Höchstpreisen, ist immer darauf zu achten, ob sich der Preis nun auf 18- oder 24-karätiges Gold bezieht. Zudem versuchen schwarze Schafe unter den Goldhändlern die Unwissenheit der Kunden auszunützen, indem sie ihnen folgende Frage stellen:
«Was haben Sie sich denn für einen Preis vorgestellt?».
Schlägt der ahnungslose Kunde einen tiefen Preis vor, willigt der Ankäufer sofort ein.

Tipp: Mehrere Offerten einholen 

Um nicht übers Ohr gehauen zu werden, sollten Altgoldbesitzer verschiedene Offerten einholen. Laut Stichproben der Anlegerzeitung «K-Geld» kommt dieses Vorgehen bei vielen Händlern aber nicht gut an. Zudem wird klar: Das Geschäft mit Gold ist oft wenig transparent und die Ankäufer bieten für die offerierten Stücke lediglich einen Totalbetrag. Bei der Nachfrage nach Grammpreisen geben sich viele zugeknöpft.

Händler kalkulieren mit Kurschwankungen

Hat ein Händler genügend Gold angekauft, bringt er es in die Scheideanstalt, wo es eingeschmolzen wird. Daher kann er auch nicht den gesamten Rekordgoldpreis weitergeben, denn er muss die Schmelzkosten, einen Schmelzverlust sowie das Risiko für Kursschwankungen in seine Kalkulation einbeziehen. Denn: Im Unterschied zum Kunden, der das Geld beim Ankäufer bar auf die Hand bekommt, erhält der Händler von der Scheideanstalt die Abrechnung erst im Nachhinein. Bringt ein Ankäufer sein Gold nur alle paar Monate zur Scheideanstalt, wird das Risiko für Kursschwankungen umso höher.


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