Mail an Münzen Borchert

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Gold - Masseinheit und Feinheit
Das Goldgewicht wird international in "Troy Unzen" angegeben. (1 Troy Unze = 31,1035 Gramm), wobei das Wort "Troy" oft vernachlässigt und nicht geschrieben wird. Ausserhalb der Edelmetalle kann dies zu Problemem führen, da das Wort "Unze" auch für andere Stoffe und Einheiten steht. Für den internationalen Handel unbedeutend ist die in asiatischen Ländern anzutreffende Masseinheit "Tolas" bzw. "Tael", die vor Allem für Goldbarren verwendet wird.

Die Troy Unze bezieht sich auf die 100%-ige Reinheit von Gold. In der Fachsprache nennt man dies "Feinheit". Die Feinheit gibt den reinen Anteil reinen Edelmetalls am Gesamtgewicht in tausendstel an. Eine zweite Möglichkeit wäre die Angabe in Karat.

Feinheit/Goldanteil/Karat

Die Karatangabe ist nur für Gold gültig und ist beispielsweise nicht identisch mit dem Karat bei Edelsteinen. Das Karat (normalerweise mit C geschrieben) der Edelsteine ist eine Gewichtsangabe (1 Carat = 0,2 Gramm).

Die Farbgebung des Goldes sagt dabei nichts über den Feingehalt aus, da dies durch den Einsatz unterschiedlicher Legierungen beeinflusst werden kann. So ist die markante rötliche Färbung der Krügerrand Goldmünze (916.66 Feinheit = 22 Karat) in dem hohen Kupferanteil begründet. In Deutschland werden vor allem in der Schmuckindustrie Legierungen mit den Feingehalten 750, 585 und 333 verarbeitet. Für Anlagebarren und Münzen werden 999,9 bevorzugt oder wie z.B. bei dem südafrikanischen Krügerrand und dem American Gold Eagle 916,66. Historische Münzen, wie die deutsche Reichsmark oder der österreichische Dukaten, haben wieder andere Feinheiten und Legierungsbestandteile.
Aber Achtung! Feinheit ist nicht gleichzusetzen mit Gewicht. Eine Unze Gold ist eine Unze Gold. Sind Legierungsbestandteile in der Münze enthalten, so erhöht sich das Goldgewicht um das der Legierungselemente.
(1 Unze Krügerrand mit 916,66 Feinheit: 31,130 Goldanteil plus Legierung = Gesamtgewicht 33,93 g oder 1 Unze Wiener Philharmoniker mit 999,9 Feinheit: 31,103 Goldanteil, Gesamtgewicht 31, 103g)
Per Definition darf in Deutschland Gold ab einer 333er Feinheit als Gold bezeichnet werden. In Grossbritannien und der Schweiz liegt die gesetzliche Grenze bei 375 und in Österreich bei 250er Feinheit (auch als Viertelgold bezeichnet).
 
Gold - Legierungen
Jedes Metall besitz bestimmte Eigenschaften, die durch Zugabe von anderen Metallen entweder verstärkt oder minimiert werden. Bei Gold wird auf Grund der geringen Härte, der Farbänderung, der Veränderung des Schmelzpunktes, der Dichte und der Zugfestigkeit, sowie aus Kostengründen eine Legierung mit anderen Metallen vorgenommen.
Die Anzahl der Goldlegierungen ist heutzutage fast nicht mehr überschaubar. Die Schmuckbranche, das Münzwesen und besonders die Zahntechnik haben in den letzten Jahren spezielle Variationen entwickelt, die zudem von Land zu Land leicht abweichen. Fast alle Farbvarianten von Goldlegierungen, unabhängig vom Feingehalt, werden mit den beiden Zusatzmetallen Silber und Kupfer erziehlt. In der Fachsprache wird diese Legierung als Rotgold bezeichnet, wobei die Prozentanteile der drei Metalle schwanken können.
Weissgold, eine Legierung aus Nickel und Palladium, konnte sich um die Jahrhundertwende durchsetzen. Damals sollte das teure Platin durch ein ähnlich gefärbtes Metall ersetzt werden. Palladiumweissgold besteht hauptsächlich aus Gold, Palladium und Silber und ist teurer als Nickelweissgold, das grösstenteils aus Gold, Nickel und Kupfer besteht.
Exoten sind das in Thailand verbeitete Thaigold, das aus 965er Gold und einem nicht definierten Restteil besteht. Hingegen ist das nordische Gold keine Goldlegierung, sondern eine Legierung aus 89% Kupfer, je 5% Aluminium und Zink sowi 1% Zinn. Sie ist nicht magnetisierbar und wird zur Herstellung von Euromünzen mit den Nominalen 50, 20 und 10 Eurocent verwendet.
 
Edelmetall- Münzen und Barren als Kapitalanlage.
In keinem anderen Bereich kann so vielseitig investiert werden, wie im Edelmetallsektor. Das Ziel vieler Anleger ist in erster Linie die Vermehrung des Kapitals. In Zeiten von ausufernden Schulden, steigenden Arbeitslosenzahlen, sozialer Ungleichheit und kriegerischen Auseinandersetzungen, wäre die Kapitalerhaltung und Sicherung sicherlich wichtiger. Investitionen in Rohstoffe, speziell die Edelmetalle Gold- und Silber, stellen nicht nur ein Objekt der Spekulation dar, sondern sind auch ein Wertaufbewahrungsmittel, das seit mehr als 5000 Jahren der Vermögenssicherung dient.
Seit Jahrhunderten werden Gold- und Silbermünzen als Zahlungsmittel verwendt. In der Vergangenheit stellten die Gold- und Silbermünzen für Otto-Normalbürger oftmals die einzige Möglichkeit dar, das hart erarbeitete (Geld-) Vermögen vor einer Papiergeldentwertung, die in zyklischer Regelmässigkeit die Geld- und Kapitalmärkte erschütterte (und in Zukunft erschüttern wird) zu schützen.
Vor 1967 dienten der britische "Souvereign", der französische "Napoleon", sowie die österreichischen "Dukaten" und "Kronen" als Goldanlage. Mit Einführung des südafrikanischen Krügerrands 1967, gab es erstmals eine Münze, dessen Hauptzweck die Goldanlage und nicht das Zahlungsmittel war.
Edelmetalle können in physischer Form als Barren oder Münzen erworben werden, wobei letztgenannte in sogenannte Anlagemünzen (Materialwert ist ausschlaggebend) und Sammlermünzen (Materialwert ist zweitrangig) unterteilt werden können. Obwohl Anlagemünzen (oft als Bouillon-Coins bezeichnet) etwas teurer als Metallbarren sind, sind sie in aller Regel weltweit verbreiteter, bekannter, neutraler (kein Prägestempel) und vorallem fälschungssicherer (gleiche Abmasse, nur eine Prägeanstalt).
Die bekanntesten Anlagemünzen sind: Krügerrand (Südafrika), American Eagle (USA), Panda (China), Nugget & Kangaroo (Australien), Maple Leaf (Kanada), Wiener Philharmoniker (Österreich) und die Britannia (England). Aus der Zeit vor 1967 stammt der Souverein (England). Als äusserst beliebte Anlage haben sich die Schweizer 20 Frankenstücke "Helvetia" & "Vreneli" entwickelt.
Der Bekanntheitsgrad und die Beliebtheit einr Münze, sowie deren Verfügbarkeit schwanken jedoch stark nach Kontinent und Land.
Ausser dem Krügerrand (ca. 54% Marktanteil) besitzen alle neuzeitlichen Anlagemünzen einen nominalen Geldwert in der jeweiligen Landeswährung - sie sind somit offizielles Zahlungsmittel. Da der Metallwert jedoch deutlich über dem Nnnwert notiert, werden sie logischerwise nicht im Zhlungsverkhr verwendt.
Die Anlagemünzen werden grösstenteils in verschiedenen Grössen, beispielsweise als 1, 1/2, 1/4, 1/10 Unze (1 Unze = 1 oz = 31,1035 Gramm) angeboten. Neuauflagen sind in aller Regel in einer Stempelglanz-Qualität erhältlich.
Die Preise der Münzen schwanken täglich und sind vom jeweiligen Edelmetall-Tagespreis, der Handelsspanne des Verkäufers und der jeweiligen landestypischen Mehrwertsteuer abhängig.
Schnäppchen kann man aber auch in Münzhandlungen, bei Münztauschbörsen, bei (online-) Versteigerungn, auf Flohmärkten, im Internet oder in Anzeigen der Tageszeitungen finden.
 
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